Über Uns

Unsere Geschichte findet ihren Ursprung vor knapp 48 Jahren. Und sie ist von Beginn an eng mit der Stadt Hannover verbunden. Im Jahr 1968 fasst unsere Großmutter Victoria den Entschluss, Ihre Heimat Galicien an der Westküste Spaniens zu verlassen und nach “Hanofa” auszuwandern.

Es ist eine Zeit, in der die Stadt Hannover einen gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Strukturwandel erfährt. Spanier prägen das Bild vieler Hannoveraner vom typischen „Gastarbeiter“. Große hannoversche Betriebe wie Volkswagen, Bahlsen, Hanomag, Continental oder Telefunken werden für viele Spanierinnen und Spanier zu Arbeitgebern. Bis 1973 stellen sie gar die größte Gruppe ausländischer Arbeitnehmer in Hannover. Sie leben vorrangig in Linden und Limmer, viele  von ihnen auch in der List. Und sie leisten wichtige Pionierarbeit für eine gelungene Integration.

Bei all ihrem Bestreben, sich dem neuen Zuhause zu öffnen und sich aktiv in das kulturelle Stadtleben einzubringen, fehlt vielen Landsleuten doch etwas ganz wichtiges: Ihre geliebte spanische Küche. Frischer Fisch, gutes Olivenöl, echter Serranoschinken, die typische Chorizowurst oder einfach nur eine gut gemachte Tortilla werden schmerzlich vermisst.

Und so beginnt Mitte der siebziger Jahre ein Vorhaben, welches von uns auch 40 Jahre später und in dritter Generation aktiver denn je weitergeführt wird.

1981 . LOS AMIGOS

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Im Jahr 1981 eröffnet Joaquin Comesaña, der älteste Sohn Victorias, in Linden seinen ersten spanischen Lebensmittelladen: Los Amigos. Mit Tiefkühltruhen für Fisch und Meeresfrüchte, einem Weinregal und einer Theke für Käse und Schinken legt er in der Ricklinger Straße den Grundstein für all das, was noch entstehen sollte. Spanien, insbesondere seine Mittelmeerküste, die Balearen und Kanaren etablieren sich in den Achtzigerjahren als beliebte Urlaubsziele der Deutschen. Und so werden auch sie, neben den Spaniern, zu treuen Stammkunden von Los Amigos. Heute umfasst das Angebot im Allerweg über 1.500 spanische Lebensmittelprodukte, Non Food Artikel und über 130 spanische Weine aus allen Weinanbauregionen Spaniens.

1991 . RIAS BAIXAS

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Die Tasca RIAS BAIXAS öffnete seine Türen zum ersten mal vor einem knappen Vierteljahrhundert, um spanischen Arbeitnehmern und Studenten spanische Hausmannskost anbieten zu können. Während Großmutter Victoria nach traditionellen Rezepten kocht, kümmern sich ihre beiden Söhne Joaquin und Carlos um die Gäste.

Von den Spaniern in Hannover nur liebevoll „Las Rias“ genannt, stehen wir auch heute noch als reiner Familienbetrieb in der dritten Generation mit David Comesaña weiterhin für das, was Großmutter als Maßstab für ihre Arbeit nahm: Gute und ehrliche spanische Küche zu anständigen Preisen. Und dies alles an einem gemütlichen Ort, an dem man nicht nur Essen und Trinken kann, sondern wo man sich mit Freunden trifft. Das also, was eine echte und ehrliche spanische „Tasca“ auszeichnet.

Die “Rias Baixas” sind übrigens vier schmale fjördähnliche Meeresbuchten, die an der Westküste vom Atlantischen Ozean tief ins Land der autonomen Region Galiciens reichen: Die Ria de Arousa, Ria de Muros, Ria de Vigo und die Ria de Pontevedra. Dieser Landstrich verbindet das Blau des Meeres mit dem Grün der Umgebung und der seemännischen Tradition der Galicier. Die gleichnamige Weinregion mit ihren über 200 Weingütern ist weltweit für seine Albariño Weine bekannt.

1998 . O´ATLÁNTICO

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Das O´Atlántico im Kötnerholzweg in Linden ist unsere Hommage an die Atlantikküste Galiciens. Am 11 Meter langen Bartresen im Bodegabereich trifft sich bei Rubén Comesaña Jung und Alt um zu plaudern, zu lachen und beim Café, Aperitif, Wein oder Longdrink ein Stück spanische Lebensart zu genießen.

Viele kommen vor allem, um sich dem “tapeo” hinzugeben, dem abendfüllenden Tapasgenuss. Ob kalt oder warm, mild oder scharf, vegetarisch, mit Fleisch oder mit Fisch – die Tapas und Hauptspeisen lassen keine Wünsche offen. Die Gäste schätzen hierbei das lebhafte, laute, zugleich aber auch das freundschaftliche Ambiente, was uns Galicier charakterisiert. Sehr beliebt sind Familienfeste und Betriebsfeiern. Für bis zu 100 Personen bietet das O´Atlántico hierfür einen idealen Rahmen.

Übrigens: Im Kötnerholzweg eröffnete auch ein gewisser Konrad Hinsemann Senior vor 60 Jahren seine erste Schlachterei. Heute kennt jeder Hannoveraner das von ihm gegründete und mehr als erfolgreiche Unternehmen: Wurst Basar.

2000 . RIAS BAIXAS II

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Das RIAS BAIXAS II ist seit nunmehr 15 Jahren der gastronomische Mittelpunkt auf dem früheren Gelände der 1912 errichteten Wurstfabrik Fritz Ahrberg. Umgeben von historischen Gebäuden trifft man sich an der “Plaza de Rosalía” heute zum Frühstück, zum Mittagstisch oder zum Abendessen. Bereits im Frühling lässt einen die überdachte Terrasse im Innenhof von spanischen Sommerabenden träumen.

Das AhrbergViertel:

Der Name Ahrberg steht bis heute für gute Qualität. Generationen von Hannoveranern sind mit den Wurstwaren von Fritz Ahrberg groß geworden. Er ist lange Zeit auch ein wichtiger Arbeitgeber, auf dem Höhepunkt der Firmengeschichte beschäftigt sein Unternehmen mehr als 1.200 Arbeitnehmer.

1992 beschließen die Ahrberg-Erben, die Fabrik zu verkaufen. Zurück bleibt eine Industriebrache. Viele namhafte Bauträger in Hannover bemühen sich um das Gelände, sie wollen die alte Bausubstanz abreißen und die Fläche vollständig neu bebauen. Glücklicherweise bekommt eine Käufergemeinschaft mit der agsta und der Arbeiterwohlfahrt 1997 den Zuschlag. Die Architekten um Gert Meinhof entscheiden sich für eine behutsame Sanierung der alten Bausubstanz. Alle Gebäude bleiben erhalten, werden saniert und revitalisert. Es entsteht das AhrbergViertel, eine mediterane Wohn- und Arbeitswelt mit einem sozialen, kulturellen und gastronomischen Angebot.
Das RIAS BAXAS II richtet jährlich und zusammen mit der Interessengemeinschaft AhrbergViertel e.V. (IGAV) das traditionelle deutsch-spanische Sommerfest aus.

Die Plaza de Rosalia:

Im Jahr 1998 beschließt der Bezirksrat Linden-Limmer um die damalige Bezirksbürgermeisterin Anne Barkhoff, die Namen für Wege und Plätze im AhrbergViertel zusammen mit den Anliegern auszusuchen. Nach der Expo 2000 ist es nun auch möglich, ausländische Straßennamen zu vergeben. Frauennamen sollen bei der Entscheidung bevorzugt werden.

Gesucht wird nach einem Namen, der die spanische Einwanderung aus Galicien nach Linden-Süd dokumentiert und würdigt. Anfang der 70er Jahre war Hannovers Linden-Süd der Stadtteil mit dem größten spanischen Bevölkerungsanteil in ganz Deutschland. Zu Ehren der spanischen Immigration in Hannover trägt der Platz “Plaza de Rosalia” daher den Namen der spanischen Lyrikerin und Dichterin Rosalia de Castro (Santiago de Compostela, Galicien, 1837-1885).

2013 . TRES MARES

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Der Großmarkt Hannover versorgt seit 1958 die Hannoveraner und Einwohner im Einzugsgebiet von rund 100 Kilometern mit hochwertigen und frischen Lebensmitteln. Täglich wechseln weit über 1.000 Tonnen frisches Obst, Gemüse, Blumen und internationale Lebensmittel den Besitzer.

Mit der Eröffnung von Tres Mares im September 2013 ist der Großmarkt um eine Attraktion reicher.
Tres Mares bietet auf 550 qm Lagerfläche und 60 qm Kühlhausfläche das größte spanische Produktsortiment in der Region Hannover an. Die Lebensmittel, Weine und Spirituosen kommen aus allen Regionen Spaniens: Fisch und Meeresfrüchte aus Galicien, Fleisch und Schinkenprodukte aus Extremadura und Kastilien, Weine aus über 20 Anbaugebieten, Oliven und Olivenöle aus Andalusien, exklusive Salze aus Katalonien und vieles mehr.

Zum Kundenkreis von Tres Mares zählen Restaurants, Hotelketten und Cateringunternehmen sowie Supermarktketten, Delikatessenläden und Marktbeschicker.

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